Was kostet der Innenausbau 2026?
Innenausbau umfasst alles zwischen Rohbau und Einzug: Trockenbau, Estrich, Putz, Fliesen, Türen, Bad und Bodenbeläge. Wir geben einen vollständigen Kostenüberblick mit realistischen Preisen für Hamburg.
Das Wichtigste im Überblick
- Trockenbauwände: 45 bis 70 €/m² inklusive Dämmung
- Putzarbeiten: 25 bis 45 €/m² je nach Putzart und Qualität
- Fliesen: 45 bis 70 €/m² Verlegung plus Material
- Zimmertüren inklusive Einbau: 250 bis 700 € pro Stück
- Kompletter Innenausbau Wohnung: 600 bis 1.200 €/m²
Preisinformation: Wohnungen ab ca. 600 €/m², abhängig von Ausbaustandard.
Kosten nach Gewerk im Überblick
Beim Innenausbau setzt sich der Gesamtpreis aus vielen Einzelgewerken zusammen. Wer die typischen Quadratmeterpreise kennt, kann jedes Angebot selbst grob prüfen. Hier die Hamburger Marktpreise 2026, Gewerk für Gewerk:
| Gewerk | Typische Kosten | Bemerkung |
|---|---|---|
| Trockenbauwände | 45–70 €/m² | inklusive Dämmung und Beplankung |
| Estrich | 35–60 €/m² | Zementestrich, Trockenestrich günstiger |
| Putzarbeiten | 25–45 €/m² | je nach Putzart und Qualitätsstufe |
| Fliesen (Verlegung) | 45–70 €/m² | plus Material 20–80 €/m² |
| Malerarbeiten | 15–30 €/m² | inklusive Grundierung und 2 Anstrichen |
| Zimmertüren | 250–700 €/Stück | inklusive Zarge und Einbau |
| Bodenbeläge | 25–80 €/m² | Laminat bis Parkett, verlegt |
Die richtige Reihenfolge im Innenausbau
Der häufigste Grund für Verzögerungen und Mehrkosten ist eine falsche Gewerkfolge. Wenn der Maler vor dem Fliesenleger kommt oder der Boden vor dem Putz liegt, zahlen Sie doppelt – für Schutzmaßnahmen oder Nachbesserungen.
Die bewährte Reihenfolge: Erst Rohinstallationen (Elektro, Sanitär, Heizung), dann Estrich mit Trocknungszeit, danach Trockenbau und Putz, dann Fliesen in Bad und Küche, Innentüren, Malerarbeiten und zum Schluss die Bodenbeläge. Wir planen diese Folge mit festen Terminen je Gewerk – so blockiert kein Handwerker den anderen.
Innenausbau im Altbau: typische Zusatzkosten
Hamburger Altbauten aus der Gründerzeit oder den 1920ern sind wunderschön – aber beim Innenausbau lauern Kostenfallen, die im Neubau nicht existieren:
- Unebene Wände und Decken: Ausgleichsschichten und Spachtelarbeiten können 20–40 €/m² zusätzlich kosten.
- Alte Leitungen: Elektro- und Wasserleitungen müssen im Altbau fast immer komplett neu – 8.000–15.000 € für eine 3-Zimmer-Wohnung.
- Balkenlage und Dielen: Wenn der alte Bodenaufbau bleiben soll, sind Unterkonstruktion und Trittschalldämmung aufwendiger.
- Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Fassaden oder Stuckdecken gelten Auflagen, die Spezialtechniken erfordern.
Budget richtig planen
Faustregel für die Budgetplanung: Nehmen Sie die Quadratmeterpreise aus der Tabelle oben, multiplizieren Sie mit Ihrer Wohnfläche und schlagen Sie im Bestand 15–20 % Reserve auf. Im Neubau reichen 10 %.
Beispiel: 80-m²-Altbauwohnung im mittleren Ausbaustandard. 80 m² × 900 €/m² = 72.000 €, plus 15 % Reserve = rund 83.000 €. Wer diese Zahl kennt, erkennt Lockangebote sofort: Ein „Komplettangebot“ für 45.000 € kann nur funktionieren, wenn Positionen fehlen – und die kommen dann als Nachtrag zurück.
Unser Ansatz: Wir besichtigen vorher gründlich, öffnen im Zweifel eine Wandstelle und kalkulieren danach einen Festpreis. Die Reserve liegt dann nicht mehr bei Ihnen, sondern bei uns.
So sparen Sie ohne Qualitätsverlust
- Eigenleistung bei Abbruch und Entsorgung: 2.000–5.000 € Ersparnis, wenn Sie selbst entrümpeln und die alten Beläge entfernen.
- Material selbst kaufen: Fliesen, Türen und Böden im Fachhandel oft 10–20 % günstiger – wir nennen Ihnen die benötigten Mengen.
- Sanieren statt erneuern: Dielen abschleifen statt neuem Parkett spart 40–60 €/m² und behält den Altbaucharme.
- Alles in einem Auftrag: Jedes Gewerk einzeln zu vergeben kostet durch Schnittstellen und Anfahrten 15–25 % mehr als der gebündelte Auftrag.
Häufige Fragen
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Vom Ratgeber zur Realität: Wir besichtigen kostenlos und erstellen ein Festpreisangebot.
Besichtigung und Angebot sind kostenlos und unverbindlich.